Dieses Buch berichtet ?ber den ersten Schritt, am Beispiel des Alko- hols ein familienorientiertes Suchtkonzept zu entwickeln. Es wendet sich sowohl an den Forscher als auch an den Therapeuten, da sich im Bereich der Suchttherapie die Grenzen zwischen Forschung und Therapie deutlicher als sonst verwischen: das Neue besteht nicht im Entdecken bisher unbekannter "Fakten", sondern in der Verkn?p- fung vorliegender Erkenntnisse in der Weise, da sich daraus neue Sicht-und Handlungsweisen ergeben k?nnen. Der bisherige Suchtbegriff ist eng verkn?pft mit dem Krankheits- konzept: ein individuelles Schicksal mit "Ursachen" und "Folgen" im pers?nlichen, famili?ren und sozialen Bereich. Der hier unter- nommene Versuch einer Neufassung des Begriffs dagegen betrach- tet Sucht: - als ein Verhalten (mit physischen, psychischen und sozialen Fol- gen), - das wie ein Puzzlest?ck in einen Zusammenhang (Familie) pa t bzw. wie eine Masche in einem Netz verkn?pft ist und - dessen Funktionsgeschichte sich mit der Geschichte der Familie von Generation zu Generation wie ein Erbe in immer neuen Variationen kombinieren kann. In der Praxis der Suchtbehandlung ist es seit l?ngerer Zeit ?blich, die Familie in Eheseminaren, Angeh?rigenberatung, Freizeiten und seit kurzem in Form der Familientherapie einzubeziehen. Hier wur- de bereits praktische Vorarbeit geleistet unter der intuitiven oder er- fahrungsgeleiteten Ahnung, da zwischen Familiendynamik und Sucht ein Zusammenhang bestehe. Die Forschung blieb bisher al- lerdings diesen Vorl?ufern der Praxis - wie auch der Fortbildung und den Planem neuer Einrichtungen -einen entsprechenden kon- zeptuellen Rahmen schuldig.
| Author: Thomas V. Villiez |
| Publisher: Springer |
| Publication Date: Mar 16, 2012 |
| Number of Pages: 106 pages |
| Binding: Paperback or Softback |
| ISBN-10: 3642883230 |
| ISBN-13: 9783642883231 |