Die Namen Heideggers und Cassirers repr?sentieren, in verschiedener, ja kontr?rer Weise, den Bruch mit der metaphysischen Tradition der Philosophie der Subjektivit?t. Heidegger kennzeichnet seine Ontologie des "Daseins" offen als "Destruktion" dieser Tradition. Cassirer wendet sich von ihr ab in der Entfaltung einer Philosophie der weltenerzeugenden Potenz des endlichen Menschen. Die Arbeit demonstriert, da entgegen diesem selbstbekundeten Bruch Heidegger wie Cassirer tats?chlich der systematischen Gestalt der Philosophie der Subjektivit?t verpflichtet bleiben, wie sie im Werk Hegels ihre paradigmatische Darstellung gefunden hat. Beide zeichnen, in gegenl?ufiger Weise und darin aufeinander bezogen, ein Bild des Verh?ltnisses von Selbst und Welt, das, vor dem Horizont der Endlichkeit des Menschen, dessen Hegelsche Bestimmung, Verwirklichung von Freiheit zu sein, tradiert, statt sie hinter sich zu lassen. Heidegger f?hrt dies zum Begriff eines Selbst, das als die absolute Freiheit eines Einzelnen eine Welt zu begr?nden beansprucht. Cassirer geht umgekehrt von den Formen, den Gestalten von Welt aus, um in ihnen, in der Prozessualit?t ihres Werdens, das Wirklichwerden des Selbst als Freiheit zu entziffern. Die immanente Aporetik der Hegelschen Bestimmung des Selbst steigert sich in den einander widerstreitenden Philosophien Heideggers und Cassirers zu der Offenbarkeit des Zerbrechens der Einheit von Selbst und Welt. "Freiheit" wird f?r Heidegger zum Namen f?r den leeren Machtanspruch eines sich in metaphysischer Einsamkeit stilisierenden Selbst. Das Pathos ihres Begriffs zerst?rt sich f?r Cassirer zuletzt im Scheitern seines Versuchs, "Welt" als Wirklichkeit der souver?nen Gestaltungskraft des endlichen Menschen zu demonstrieren.
| Author: Christa Hackenesch |
| Publisher: Felix Meiner |
| Publication Date: Jan 01, 1999 |
| Number of Pages: 218 pages |
| Binding: Paperback or Softback |
| ISBN-10: 3787315462 |
| ISBN-13: 9783787315468 |