Die Arbeit geht einem der stigmatisierenden Stereotypen der lateinamerikanischen Pfingstbewegung nach und widmet sich der Frage nach dem politischen Potential der Pfingstbewegung in Guatemala. Dieses mittelamerikanische Land, in dem 1996 nach drei ig Jahren der B?rgerkrieg offiziell beendet wurde, zeichnet sich durch eine ?berdurchschnittlich hohe Zahl an Pfingstlern aus und eignet sich wegen seiner bewegten Geschichte in besonderem Ma e dazu stereotype Meinungsbilder wie das, dass die Pfingstbewegung apolitisch ist und kein Interesse an sozialen Ver?nderungen hat zu ?berpr?fen. Anhand des Vergleichs zweier Studien und unter Ber?cksichtigung der jeweils gegebenen gesellschaftlichen Bedingungen zur Zeit ihrer Erhebung (vor und nach dem B?rgerkrieg) werden Dynamiken und Transformationsprozesse in den religi?sen Vorstellungen sowie den Einstellungen und Motiven guatemaltekischer Pfingstler aufgezeigt. Diese zeigen, dass religi?se Vorstellungen und die Interessen von Akteuren sich in gesellschaftspolitischen Kontexten ausbilden und modifizieren. Die Ergebnisse der Arbeit weisen damit die G?ltigkeit des Stereotyps in seine Schranken und tragen zum Verstehen von religi?sen Vorstellungen und den daraus abgeleiteten Handlungen bei. Ein solches Verst?ndnis -und das gilt auch ?ber den Kontext Guatemala hinaus- ist die Voraussetzung daf?r zuk?nftige Entwicklungen einsch?tzen und gestalten zu k?nnen.
| Author: Eva-Maria Döring |
| Publisher: Diplomica Verlag |
| Publication Date: Aug 13, 2012 |
| Number of Pages: 110 pages |
| Binding: Paperback or Softback |
| ISBN-10: 3842882408 |
| ISBN-13: 9783842882409 |