Lange Zeit war das Ph?nomen der r?mischen Kavallerie nur eine Fu note in der r?mischen Milit?rgeschichte. Kein Wunder, denn die Erkl?rung f?r die relativ kurze Periode der rein r?mischen Kavallerieverb?nde scheint auf einen fl?chtigen Blick einleuchtend: Die R?mer waren keine besonders guten Kavalleristen und wurden im Zuge der marianischen Reformen zum Wohle des gesamtr?mischen Milit?rapparates durch bessere Kavalleristen ersetzt. Diese g?ngige These hatte lange Bestand und wurde, vielleicht mangels Interesse oder gerade ob ihrer bequemen Einfachheit, kaum hinterfragt, obwohl doch deutliche Anzeichen f?r Fehler zu sehen waren. Das bedeutendste Problem der diesbez?glichen Forschung ist aber nicht die dogmatische und damit festgefahrene These einer schlechten r?mischen Kavallerie, sondern das gr? tenteils mangelhafte Verst?ndnis der Zusammenh?nge zwischen r?mischem Heer und r?mischer Gesellschaft. Trotz der guten Ans?tze verschiedener Autoren sind die wesentlichen Schl?sse eigentlich nicht gezogen worden: das veraltete und schlichtweg falsche Dogma der mangelhaften r?misch-republikanischen Kavallerie blieb bestehen. Erst McCall hat es verstanden, die Ans?tze seiner Vorg?nger und vor allem die Schlussfolgerungen aus der von Gelzer verfassten Abhandlung ?ber die r?mische Adels- und Elitenschicht richtig auf die Kavallerie zu beziehen und so den Mythos nicht nur zu widerlegen, sondern in das Gegenteil zu verkehren.
| Author: Patrick Saal |
| Publisher: Diplomica Verlag |
| Publication Date: Sep 25, 2012 |
| Number of Pages: 108 pages |
| Binding: Paperback or Softback |
| ISBN-10: 3842884915 |
| ISBN-13: 9783842884915 |