Noch lag, umh?llt vom braunen Schleyer Der Mitternacht, die halbe Welt; Es ruht' in ungest?rter Feyer Das stille Thal, das ?de Feld, Der Nymphen-Chor an ihren Kr?gen, Der trunkne Faun auf seinem Schlauch; Vielleicht f?gts Nacht und Zufall auch, Da Manche noch bequemer liegen; Der Elfen sch?ne K?niginn Hatt' ihren Ringel-Tanz beschlossen, Und sanft auf Blumen hingegossen Schlief jede kleine T?nzerinn; Und kurz, es war zur Zeit der Mette, Als sich Auror zum erstenmal Aus ihrem Rosen-Bette Von T i t h o n s Seite stahl. Die Schlafsucht, die sie ihrem Gatten Sonst ?fters vorzur?cken pflag, Kam diesesmal ihr wohl zu statten. Sie zieht die Brust, an der er schnarchend lag, Sanft unter ihm hinweg, verschiebt mit Zephyr-H?nden Die Decke, glitscht heraus, deckt leis' ihn wieder zu, Wirft einen Schlafrock um die Lenden, Und w?nscht ihm eine sanfte Ruh. Sie fand im Vorgemach die S t u n d e n, Die ihre Zofen sind, vom Schlummer noch gebunden, Nur eine ward, indem die G?ttinn sich Mit leisem Fu bey ihr vor?ber schlich, Aus einem Traum, den M?dchen gerne tr?umen, Halb aufgeschreckt; sie schrie, wie Nymphen schreyn, Um feuriger gek? t, nicht um geh?rt zu seyn; A u r o r ' erschrickt und flieht; allein,
Author: Wilhelm Heinse |
Publisher: Culturea |
Publication Date: 44909 |
Number of Pages: 348 pages |
Binding: Fiction |
ISBN-10: |
ISBN-13: 9791041900053 |