W?hrend die ersten Filme ?ber Gastarbeiter in den 1960er und -70er Jahre bedenkenlos noch als 'Migrantenfilme' bezeichnet wurden, ver?ndert sich einige Jahrzehnte sp?ter die Rezeption des 'Migrantenkinos'. Erst als die Nachfahren der ersten Migrantengeneration damit begannen Filme zu produzieren, wurde die Problematik einer vereinfachten Zuschreibung in ihrem ganzen Ausma sp?rbar. Vor allem bei der Auseinandersetzung mit Filmen von deutschen Regisseuren mit t?rkischer Abstammung wird deutlich, dass die Filme differenzierter betrachtet werden m?ssen und nicht dem Stereotyp 'Migrantenkino' zugeschrieben werden k?nnen. In Erkenntnis dessen, f?hrte man den Hilfsterminus 'Deutsch-T?rkisches-Kino' ein. Als Einwandererkinder, die selbst keine direkte Migrationserfahrungen mehr gemacht haben, lassen sich Filme von entsprechenden Regisseuren jedoch nur noch schwer einer 'deutschen' oder einer 't?rkischen' Kultur zuschreiben. Als geb?rtige Deutsche verstehen sie sich selbst als deutsche Regisseure, die deutsche Filme produzieren und sehen sich im 'Deutsch-T?rkischen-Kino' daher deplatziert. Regisseure wie Fatih Akin, dessen Filme in der vorliegenden Arbeit als anschauliches Beispiel dienen werden, pl?dieren f?r ein globales Kino, das von universellen Themen handelt. In Anbetracht dessen wird in dieser Arbeit vorgeschlagen, die Filme Fatih Akins von s?mtlichen nationalen Zuschreibungen loszul?sen und sie stattdessen als Produzenten transnationaler R?ume zu verhandeln.
| Author: Kathrin Lang |
| Publisher: Bachelor + Master Publishing |
| Publication Date: Jun 03, 2015 |
| Number of Pages: 58 pages |
| Binding: Paperback or Softback |
| ISBN-10: 3958204120 |
| ISBN-13: 9783958204126 |